Für den Ursprung der Aprilscherze gibt es einige Erklärungen.
1564 führte der französische König Karl IX. eine Kalenderreform durch, bei der der Jahresanfang vom 1. April auf den 1. Januar verlegt wurde. Leute, die dieser Regel nicht folgen wollten oder aus Unwissenheit weiterhin am 1. April Neujahr feierten, wurden von ihren Mitmenschen verspottet.
Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 sollte unter anderem das Münzwesen geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, so dass für den 1. April ein besonderer "Münztag" ausgeschrieben wurde. Als der 1. April kam, fand dieser Münztag dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Münztag gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch ausgelacht.
Der verhasste, in Holland residierende spanische Statthalter Fernando Álvarez de Toledo, Herzog von Alba, wurde an einem 1. April in Abwesenheit von Freibeutern vertrieben. In Holland "drehte man ihm daraufhin eine Nase", was sich bis heute in den holländischen Geschichtsbüchern manifestiert: "Am 1. April verlor Alba sein Brill!"
Der 1. April gilt, je nach Überlieferung, als Geburts- oder Todestag des Judas Ischariot, der Jesus Christus verraten hatte. Zudem sei der 1. April der Tag des Einzugs Luzifers in die Hölle und daher ein Unglückstag, an dem man sich besonders vorsehen müsse.
Auch das unstete Aprilwetter ("April, April, der tut was er will") hat bereits als Erklärung herhalten müssen ...
Der vermutlich älteste gedruckte Aprilscherz suggerierte den Menschen im Jahr 1774, Hühner würde wie Chamäleons ihre Farbe der Umgebung anpassen. Man müsse nur die einzelnen Stallbereiche in verschiedenen Farben streichen, um zu erreichen, dass die Hühner diese Farbe annehmen und auch Eier in den entsprechenden Farben legen ...

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